Welche Kräuter helfen bei Mundgeruch?

veröffentlicht am 24. August 2015 in Blog von
Kräuter gegen Mundgeruch

Ein Gastartikel von Antje Düwel. Sie ist der Kopf bei Einfachanfangen.net
Seit zehn Jahren „infiziert“ sie Menschen mit der Kneipp-Gesundheitslehre und einer gesunden Ernährung.
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Welche Kräuter helfen bei Mundgeruch?

„Die Natur ist die beste Apotheke“.
Das sagte schon mein Freund Sebastian Kneipp.
Na dann nutzen wir sie doch! Auch gegen so ein fieses Ärgernis wie Mundgeruch.
Kräuter haben gegenüber künstlich hergestellten Sprays oder Gurgelwässerchen auch enorme Vorteile:
Sie belasten deine Gesundheit nicht durch Zusatzstoffe u. ä.
Sie sind gut verträglich und weitestgehend frei von Nebenwirkungen.
Sie kosten kein Geld.
Sie sind überall und jederzeit verfügbar.
Sie sind reich an Nährstoffen, Vitaminen und purer Energie.
Und zu guter Letzt:

Heilkräuter als Mundpolizei

Kräuter sind reich an Chlorophyll. Das ist der Blattfarbstoff grüner Pflanzen oder Algen.
Wie hilft dir das?
Ganz klar!
Unter dem Einfluss von Chlorophyll suchen die Faulnisbakterien das Weite. Im Mundraum verbessert sich das Milieu und der ph-Wert steigt. Der übelriechende Mundgeruch kann so deutlich reduziert werden.
Probier es einfach selbst aus! Dafür stelle ich dir drei Kräuter vor, die du schnell und einfach nutzen kannst.

Petersilie mehr als ein Suppenkraut

Sie ist hierzulande das Küchenkraut Nummer eins. Doch statt nur in Suppen, Salaten und Dips wird sie von dir vielleicht ab sofort auch zwischendurch genascht.
Bereits im antiken Griechenland war die Heilwirkung von Petersilie (Petroselinum crisoum) bekannt. Aufzeichnungen weisen auf ihre harntreibende Wirkung und ihre äußerliche Anwendung bei Quetschungen, Stauchungen, Mückenstücken sowie Geschwüren hin.
Im 16. Jahrhundert wanderte dieses Kraut aus den Regalen der Apotheke mehr und mehr in die Töpfe der Köche. Auch heute ist es weniger als Heilkraut, sonder eher als frische Salatbeigabe bekannt.
Doch die Petersilie kann mehr!
Sie enthält ätherische Öle, große Mengen an Vitamin C, Vitamin A sowie Mineralstoffe, wie Kalzium, Kalium und Eisen. Von großer therapeutischer Bedeutung ist der Petersilienbiostoff Apiol. Er wirkt u.a. auch keimabtötend.
Große Mengen Apiol können Frühgeburten auslösen. Oftmals geht das einher mit erheblichen Nebenwirkungen auf Nerven und Nieren. Aber keine Panik. Für diese Wirkung müsste man das Kraut allerdings kiloweise verzerren.

Verwendung bei Mundgeruch

Ich empfehle die Petersilie nur frisch zu verwenden. Alle Inhaltsstoffe bleiben so erhalten und wirken positiv auf deinen Körper.
Petersilie aus der Tiefkühltruhe ist zwar noch grün, besitzt jedoch kaum Geschmack.
Lege dir also im Garten oder auf der Fensterbank einen kleinen Petersilienvorrat an. Kaufe dir regelmäßig ein frisches Bund auf dem Wochenmarkt und dann…
ab damit in deinen Mund!
Die antibakterielle Wirkung von Petersilie wird deinen Mundgeruch in die Knie zwingen.

Salbei – der Allrounder

SalbeiDer Salbei (Salvia officinalis) ist eines der klassischen Mittelmehrkräuter. In allen Epochen sorgte es als Gewürz und Arznei für Furore.
Nicht umsonst fragt ein altes Sprichwort ungläubig und wissend, „wie kann ein Mensch sterben, der Salbei im Garten hat?“
Sein Name leitet sich vom latainischen salvare (heilen) ab. Das sagt doch alles, oder?
In der Vergangenheit wurde Salbei schon gegen die unterschiedlichsten körperlichen Beschwerden eingesetzt: bei Frauenleiden und Unfruchtbarkeit ebenso wie zur Empfängnisverhütung, bei Darmerkrankungen, Husten, Zahnfleischentzündungen und Nachtschweiß.
Ich trinke Salbeitee auch immer gerne bei Halsbeschwerden. Aber das ist ein anderes Thema.

Alle guten Stoffe in einer Pflanze Inhaltsstoffe

Salbei besitzt in großen Mengen ätherisches Öl. Auch Gerbstoffe, darunter die Rosmarinsäure, Bitterstoffe, Flavonoide, Glykoside und Triterpene. Viele einzelne dieser Inhaltsstoffe sind in anderen Kräutern enthalten, z. B. im Teebaum, im Rosmarin oder Eukalyptus.
Er ist allerdings etwas Besondere. Alles Gute findet sich beim Salbei in einem Kraut.
Diese Heilpflanze hat von allem etwas. Die Eigenschaften vom Teebaumöl, Rosmarin, Eukalyptus, …verbinden sich bei ihm in einer einmaligen Mischung und werden durch typische Salbeistoffe ergänzt.
Diese Mischung ist der Grund für das vielfältige Wirkspektrum von Salbei!
Du merkst, ich mag den Salbei und auch du wirst ihn jetzt als Mittel gegen fiesen Mundgeruch lieben lernen.

Verwendung bei Mundgeruch

Dazu gurgelst du einfach mehrmals täglich mit lauwarmen bis kalten Salbeitee.
Er ist schnell zubereitet.
Dafür brühst du zwei gestrichene Esslöffel trockene Salbeiblätter auf. Lässt diesen Sud fünf bis zehn Minuten ziehen und entfernst dann die Kräuter durch ein Sieb. Nun gurgelst du damit über den Tag verteilt.
Das hilft übrigens auch bei Entzündungen im Mund oder Hals.
Der Salbei schmeckt ziemlich bitter. Verwende ihn trotzdem und zerkaue sogar ein oder zwei Blätter langsam im Mund.
Sebastian Kneipp empfahl den Tee auch bei Darmentzündungen oder Magenproblemen. Trinke ihn dann heiß und schluckweise.

Das letzte Kräutlein ist dir garantiert aus Kindertagen und überhaupt bekannt. Es ist das…

PfefferminzeDas Kaugummikraut – Die Pfefferminze

Vermutlich stammt die Pflanze aus dem fernen Osten. Von dort wurde sie nach Europa eingeführt. Die Minze war schon den alten Ägyptern bekannt und Griechen bekannt.
Sie fand Verwendung als Bestandteil von Duftölen, als Arznei gegen Krämpfe und Kopfschmerzen. In der Volksmedizin gehört die Pfefferminze neben der Kamile zu den gebräuchlichsten Heilpflanzen überhaupt.
Vielleicht ist sie dir als altes Hausmittel bei Magenverstimmung und zur Beruhigung bekannt?

Heilwirkung der Pfefferminze

Der Hauptwirkstoff in der Pfefferminze (Mentha x piperita) ist das ätherische Öl Menthol. Sie enthält außerdem Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe. Diese Stoffe wirken zusammen krampflösend und leicht betäubend auf die Magenschleimhaut. Die Pfefferminze ist eine wirklich wertvolle Hilfe bei Magenreizungen sowie bei Krämpfen durch Darmbeschwerden.
Weiterhin unterstützt sie bei Beschwerden durch Gärungsprozesse im Darm.
Das ätherische Öl der Pfefferminze zeigt starke antibakterielle Wirkung. Es heilt äußerlich auch Entzündungen und Geschwüre. Bei Spannungskopfschmerzen hilft es, diese deutlich zu verringern.
Aber wie kannst du dieses Kraut nun gegen Mundgeruch nutzen?

Frische Mundspülung

Die Pfefferminze eignet sich durch die Frische und das saubere Gefühl hervorragend für natürliche Mundspülungen. Sie ist eine wirksame Hilfe bei Mundgeruch. Sie desinfiziert den Mundraum und fördert die Durchblutung.
Zusammen mit Rosmarin, was leicht antiseptisch wirkt (tötet Krankheitserreger ab) , kannst du aus der Pfefferminze eine super einfache Mundspülung selbst herstellen.
Rezept
Du füllst einfach 500 ml Mineralwasser in einen kleinen Topf. Gibst anschließend 1 Teelöffel frische Minzeblätter, 1 Teelöffel frische Rosmarinblätter und 1 Teelöffel Anis-Samen hinzu. Diese Mischung kochst du auf und lässt sie bei niedriger Hitze für 20 Minuten weiter leicht köcheln.
Nach dem Abkühlen kannst du das Mundwasser in eine Verschlussflasche umfüllen. Im Kühlschrank ist sie einige Tage haltbar.

Fazit

Petersilie, Salbei und Pfefferminze helfen dir auf natürliche Weise deinen Atem zu verbessern.
Du nutzt dabei bewährtes Wissen. Die wertvollen Inhaltsstoffe dieser drei Kräuter, z. B. ihre ätherischen Öle, wirken positiv auf deine Mundflora und den Verdauungsapparat.
Nebenbei stärkst du auch noch deine Abwehrkräfte und deine Organe. Grüne Wildpflanzen sind reich an Chlorophyll. Es vertreibt die Fäulnisbakterien aus deinem Mundraum.
Fang einfach an.
Nutze jetzt jahrtausendealtes Kräuterwissen!


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