Mundgeruch und Ernährung

veröffentlicht am 12. Mai 2017 in Blog von
Mädchen mit Mundgeruch

Die Auswirkung der Ernährung auf die Mundhygiene

Mundgeruch bzw. eine schlechte Mundhygiene ist meistens ein Zeichen schlechter Gesundheit bzw. schlechter Ernährung.

Zahnärzte würden oft einfach regelmäßiges Zähne putzen, Zungenreiniger und Zahnseide empfehlen. Das sind bereits wunderbare Mittel um den Mund vorübergehend von schlechten Bakterien und deren Geruch zu beseitigen. Allerdings muss es auch bessere Methoden geben um den Mundgeruch langfristig und dauerhaft zu beseitigen oder wenigstens zu minimieren.

Nehmen wir uns ein Beispiel an der Natur fällt uns auf, dass wir Menschen die einzigen Lebewesen sind, die sich die Zähne putzen, sich mit Seife waschen oder Deos benutzen. Schließlich haben Tiere in der Natur in der Regel gesunde Zähne ohne sich jemals die Zähne zu putzen. Trotzdem bekommen viele Menschen Karies oder Entzündungen im Mund.

Aber warum ist das so?

Die einzig mögliche Antwort auf diese Frage ist die Ernährung. Wer sich sehr ungesund ernährt fängt an unangenehm zu riechen, egal ob aus dem Mund oder aus den Poren der Haut. Natürlich spielen auch Faktoren wie Stress eine große Rolle, aber in diesem Artikel wollen wir erstmal nur den Ernährungsaspekt betrachten.

Welche Ernährung ist am Besten geeignet?

Studieren wir die Physiologie des menschlichen Körpers muss man feststellen, dass wir hauptsächlich Obst und hin und wieder etwas Gemüse konsumieren sollten. Diese Lebensmittel sind besonders reich an Wasser, Vitaminen und Mineralien und sorgen somit für einen reinigenden und entgiftenden Effekt im Körper.

Die wichtigste Regel, wenn es um die Ernährung geht, ist so natürlich wie möglich zu essen. Dabei ist es besonders wichtig so viel wie möglich in roher Form zu konsumieren. Denn kochen wir unser Essen, zerstören wir die hitzeempfindlichen Enzyme, welche unser Körper dann aufwendig selber produzieren muss. Außerdem verändern wir die molekulare Struktur des Essens und denaturieren es. Die Folge ist, unser Körper kann die Nährstoffe nicht mehr optimal verwenden.

Frisches Gemüse

Man sollte nicht auf das Label Naturprodukt reinfallen, sondern selbst überlegen wie stark ein Lebensmittel verarbeitet wurde. Neben Obst und Gemüse sind zum Beispiel gekochte Kartoffeln aller Art die nächstbeste Variante. Aber auch gekeimter Buchweizen ist eine gute Alternative zu Brot und Getreide. Für eine Low Carb Ernährung eignet sich beispielsweise besonders: Kokosnussfleisch, Chia Samen, Hanf Samen, Nüsse, Avocados, Olivenöl und Lupinen.

Fäulnisbakterien bevorzugen eine anaerobe (sauerstoffarme) Umgebung, weshalb der Konsum von frischem Obst und Gemüse besonders gut wirkt und die Bakterien durch den enthaltenden Sauerstoff vertrieben werden.

Bei der Auswahl der Lebensmittel sollte außerdem darauf geachtet werden eher proteinarme Nahrungsmittel zu kaufen. Tendenziell essen wir durch ein Übermaß an tierischen Lebensmitteln viel zu viel Protein, welches aufwendig in der Leber abgebaut werden muss.

Außerdem sind oft genau diese Lebensmittel (Eier, Fleisch und Milchprodukte) der Hauptverursachter für schlechten Atem, da die Bakterien diese eiweißreiche Nahrung lieben. Je wohler sich die Bakterien fühlen, desto eher vermehren sie sich und desto mehr Ausscheidungen verursachen sie, welche im Endeffekt für den fauligen Geruch sorgen.

Die schlechtesten Lebensmittel enthalten kein Wasser und bestehen aus duzenden Zutaten. Dazu zählen vor allem Süßigkeiten, Kuchen, Brot, Wurst, Käse und generell stark verarbeitete Lebensmittel. Aber auch zu viel Kaffee und Alkohol wird oft mit schlechtem Mundgeruch in Verbindung gebracht. Also lieber mal einen frisch gepressten Saft oder einen Tee trinken.

Lebensmittel, die besonders gut gegen Mundgeruch helfen sind folgende: Petersilie, Dill, Zitrone, Ingwer, Schwarzer Tee, Äpfel und Salbei. Besonders Äpfel und Birnen sind besonders praktisch, da sie einfach unterwegs mitgenommen werden können und zusätzlich die Zähne reinigen beim Essen.

Im Großen und Ganzen helfen Früchte, Sprossen, Salate, Nüsse, Samen und Gemüse. Vermeiden sollte man vor allem tierische Lebensmittel, Süßigkeiten und Getreideprodukte.

In jedem Fall sollte man stets darauf achten ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Mit viel Obst und Gemüse oder auch Suppen ist es wesentlich einfacher seinen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Ansonsten sollte man je nach Ernährung und Aktivität pro Tag 2-4 Liter reines Wasser oder frische Obst und Gemüsesäfte trinken und auf Kaffee, Alkohol und Softdrinks verzichten.


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